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Geschichte


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Geschichte

Geschichte Schloss Igling

Schloss Igling, Zeichnung

Die Staufer griffen nach Macht und Kaiserkrone im Heiligen Römischen Reich, als der erste Iglinger, Rüdiger von Igelingen, in einer Urkunde 1126 erwähnt wird. Der letzte Hohenstaufer Konradin veräußerte Igling mit zahlreichen anderen Orten am Lechrain an die Herzöge von Bayern, um seinen unglücklichen Zug nach Italien vorbereiten zu können. Man nannte dies "Konradische Schenkung".

Im hohen Mittelalter waren die Geschicke Iglings bis zum Dreißigjährigen Krieg eng verbunden mit seiner Hofmark und deren Herren auf Schloß Igling. 1611 übergab Kurfürst Maximilian von Bayern, der Führer der Katholischen Liga, das Schloß seinem Obristkanzler Joachim, Freiherr von Donnersberg. Nachdem dieses Geschlecht im Mannesstamm erlosch, übernahm die Familie Graf Spaur den Besitz und versah das Schloß mit neugotischen Elementen.

Im Jahr 1866 kaufte Leopold Graf von Maldeghem, Baron de Leyshot, Comte de Stenuffel das Majoratsgut Igling als Ausgleich seiner unter Napoleon verlorenen Güter in Frankreich und Flandern. Seiner Dynamik ist es zu verdanken, daß die Eisenbahnlinie München-Lindau durch Igling geführt wurde und bis vor ein paar Jahren eine Bahnstation war. Zur damaligen Zeit war der Besitz von fast doppelter Größe und das Schloßanwesen war durch reges Treiben geprägt, bedingt durch die Land- und Forstwirtschaft und Brauerei. Ein Großteil der Iglinger Bevölkerung arbeitete in der Gräflichen Maldeghem´schen Rentenverwaltung. Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg wurden große Flächen enteignet. Das Schloß wurde durch die SS beschlagnahmt und war nach dem Krieg Außenstelle des Landsberger Gefängnisses. Anschließend wurden Flüchtlinge im Schloß untergebracht. Ludwig Graf von Maldeghem gab aufgrund der Wohnungsnot nach dem Krieg einen Großteil seiner sich im Dorf befindlichen Grundstücke an die Bevölkerung ab. Im Jahr 1970 entschloß sich Ludwig Graf von Maldeghem, das Schloß vor dem Verfall zu retten und renovierte den Mittelteil des Schlosses von Grund auf.

Graf und Gräfin Georg von Maldeghem übernahmen 1974 die Verantwortung für den Besitz. 1988 stimmte die Gemeinde dem Bau einer Neun-Loch-Golfanlage zu. Am 30. April 1989 wurde der Golfclub Schloß Igling e.V. gegründet und im Frühjahr 1991 der Platz fertiggestellt, dessen Bau durch ortsansässige Firmen ausgeführt wurde. Am 29. Juni 1991 wurde im Rahmen eines Turniers der Platz seiner Bestimmung übergeben.

Mit der freiwilligen Zusammenlegung der politischen Gemeinden Ober- und Unterigling 1971 zu einer neuen Gemeinde Igling, ging Hand in Hand die Errichtung einer modernen Grundschule mit Turnhalle und Sportplatz. Neue Baugebiete wurden erschlossen, im Gebiet der Heimsuchungskapelle, aber vor allem zwischen den beiden ehemals getrennten Orten. Somit sind die Baugebiete und die weithin sichtbare Schule ein äußeres Zeichen der Verständigung und der Eintracht für die Bürger der neuen Gemeinde Igling. 1978, im Jahr der Entstehung der Verwaltungsgemeinschaft, stieß Holzhausen zu Igling. Damit erreichte Igling nun 1.800 Einwohner. Neue Aufgaben, aber auch Möglichkeiten ergaben sich. Die Regens Wagner Stiftung, ein Heim und Werkstätte für Behinderte und ein Kloster der Franziskanerinnen von Dillingen, gehört nun zur Gemeinde. Ein Pfarrhof aus dem Jahr 1580, schon beinahe Barock, ziert als bauliches Prunkstück unseren Verwaltungsbereich; die Renovierung wurde 1990 abgeschlossen. Brauerei, Gasthaus und die Pfarrkirche, zum Teil als moderne Hallenkirche neu erbaut, prägen den Mittelpunkt von Holzhausen. Dahinter die aus dem Jahr 1620 stammende Rindenkapelle mit bedeutsamen Votivtafeln. Ein besonders wertvolles Mitbringsel von Holzhausen wurde uns beschert: die altbekannte Holzhauser Musikkapelle.

 

Geschichte Rindenkapelle

Rindenkapelle

Für die Menschen in Holzhausen bei Buchloe und ringsum weit und breit ist die Rindenkapelle in den letzten vier Jahrhunderten zur Gnadenstätte geworden, in der sie Trost und Hilfe fanden. Davon zeugen die Geschichtsbücher, Votivtafeln, Schriften und Gegenstände von Gebetserhörungen und die vielen Wallfahrten zu unserer Kapelle.

Um 1620 ließ Maria Fugger, eine geborene Gräfin von Schwarzenberg, die hölzerne Kapelle errichten.  Im Jahr 1704 bauten die Holzhauser die Kapelle dann etwas größer und verschließbar.

Die langgestreckte Holzkapelle in niedrigen Proportionen steht umgeben von Bäumen auf einem grau verputzten gemauerten Sockel. Sie ist auf drei Seiten ringsum mit kleinen Holzschindeln verkleidet, der gerade schließende Chor im Westen mit schindelimitierendem Kupferblech. Auf jeder Längsseite befinden sich vier Achteckfenster, an der Ostfassade drei. Der Besucher tritt direkt in den breit gelagerten einschiffigen Kapellenraum zu drei Fensterachsen. Der Raumeindruck wird durch den Umbau von 1856 bestimmt. Die Wände und die schiffsbugartig gewölbte Decke des Laienraumes sind vollständig mit auf Holztafeln genagelter Fichten- und Kieferrinde bedeckt. Bestimmend für die Kapelle ist das dichte Weinlaub an der Decke des Schiffes und das kleinteilige Blattwerk in der Altarnische aus grün gefaßtem getriebenem Metallblech.

 

Ortschroniken

Ab sofort sind die Ortschroniken von Ober- und Unterigling sowie von Holzhausen erhältlich.